31. Januar 2012
von Ralf
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Bücher über HTML5 und CSS 3 gibt es inzwischen mehr als genug. Viele davon auch mit schlechtem Inhalt. Vor kurzem bin ich beim Lesen meiner RSS-Feeds auf das englischsprachige Buch “Hardboiled Web Design” geschrieben von Andy Clarke (erschienen Okt.2010) aufmerksam geworden.

Ein Blick in die Vorschau des Buches hat mich neugierig gemacht und so habe ich mir das Buch erworben. Das über 400Seiten starke Werk kostet 16£ als .PDF und 32£ in Papierform und ist u.a. über die Website des Autors zu beziehen. Inhaltlich und vom Unterhaltungswert ist das Buch absolut zu empfehlen auch wenn mir persönlich aufgrund minderer Englischkenntnisse hin und wieder mal eine Vokabel gefehlt hat.
Nun aber zu den Einzelheiten:
Die Einleitung besteht wie üblich in Fachbüchern aus vielen Worten um den Autor, die Helfer und die Browser. Inhaltlich nicht interessant aber mir ca.20 Seiten noch im Rahmen des Erträglichen.
Danach folgen die eigentlichen vier Hauptkapitel des Buches:
1. Getting Hardboiled
2. Hardboiled HTML
3. Hardboiled CSS3
4. More Hardboiled CSS3
Der Autor vertritt im ersten Kapitel seinen Standpunkt, dass der Browser uns nicht aufhalten darf Neuerungen des Webdesign’s einzusetzen. Webseiten sollen für fähige, moderne Browser programmiert werden und dann Fallback’s für unfähige, alte Browser eingebaut werden. Die Zeiten, dass eine Website auf allen Browsern gleich aussehen soll, sollte seit der Verbreitung von Mobilen Endgeräten sowieso tabu sein.
Im zweiten Kapitel werden die neuen Tags und Elemente von HTML5 vorgestellt und kurz erklärt. Der Leser erhält schnelle und präzise Informationen über die Änderungen und Neuerungen, die sich seit HTML4 bzw. XHTML ergeben haben.
Nun erfolgt eine umfassende Einführung von CSS3. Angefangen von Webfonts, RGBa, Transparenzen, Rahmen, Hintergründe und Verläufe in Kapitel 3 bis hin zu Animationen mit Transform, Transition, Keyframe Animationen und letztlich MediaQueries in Kapitel 4 bleibt dem Leser nichts vorenthalten was man heute schon mit CSS3 umsetzen kann und auch soll. Für ältere Browser die CSS3 nicht oder nur teilweise unterstützen werden Fallbacks mit Unterstützung von Javascript und Modernizr ausführlich beschrieben und angewendet.
Besonders nennenswert sind die vielen Praxisbeispiele, die mit Quellcode und Links hinterlegt sind und so zum Testen und Nachvollziehen der beschriebenen Projektteile einladen. Auch begleitet das “Hardboiled”-Projektbeispiel den Leser durch das ganze Buch und sorgt für das schnelle Verständnis des vorher Gelesenen.
Die vielen, aber kurzgehaltenen Abschweifungen von Andy Clarke in die Welt des Films sind außerordentlich unterhaltsam und machen das Lesen sehr kurzweilig!
Fazit: eines der besten Bücher über HTML5 und CSS3 die ich gelesen habe – LESETIPP